Leitungswechsel in der Nationalparkverwaltung
Die Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) hat eine neue Leitung: Franziska Junge tritt heute (2.2.) die Nachfolge von Michael Kruse an, der nach rund fünfeineinhalb Jahren als Nationalpark-Chef in den Ruhestand geht.
Staffelstab-Übergabe in Tönning: Franziska Junge (r.) übernimmt die Leitung der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer von Michael Kruse, der in den Ruhestand geht. Foto: Alina Claußen / LKN.SH | Foto: Claußen
„Ich danke Herrn Kruse herzlich für seinen Einsatz für unseren Nationalpark und wünsche ihm alles Gute. Er hinterlässt eine starke Nationalparkverwaltung“, erklärt Staatssekretärin Katja Günther zum Wechsel. „Mit Franziska Junge haben wir eine ausgezeichnete Nachfolgerin gefunden. Ich wünsche ihr für die neue Aufgabe gutes Gelingen.”
„Der Schutz und die Entwicklung des größten Nationalparks Mitteleuropas, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt und die Kernzone des Biosphärenreservats bildet, ist eine große Aufgabe, auf die ich mich riesig freue“, so Franziska Junge bei ihrem Amtsantritt.
Michael Kruse, der die Verwaltung in Tönning seit Mitte 2020 leitete, kann gelassen in den Ruhestand gehen: „Ich bin in der glücklichen Lage, den Staffelstab in die besten Hände übergeben zu können: Franziska Junge ist eine geschätzte, hochqualifizierte Kollegin aus der schleswig-holsteinischen Nationalpark-Familie, die das Wattenmeer sehr gut kennt, naturschutzfachlich erfahren ist und die Nationalparkverwaltung bereichern wird.“
Schutz und Nutzung der Natur ziehen sich wie ein roter Faden durch den beruflichen Weg von Franziska Junge. Die Diplom-Ingenieurin der Landespflege mit einem Master in Umweltschutz war nach Stationen beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg seit 2015 im schleswig-holsteinischen Umweltministerium (MEKUN) im Referat Meeresschutz und Nationalpark tätig. Neben der Umsetzung der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie war die 48-jährige dort unter anderem mit der Projektleitung Aktionsplan Ostseeschutz 2030 betraut. Die gebürtige Thüringerin verfügt über ein breit gefächertes Fachwissen, Erfahrung aus verschiedenen Verwaltungsstrukturen und im Aufbau von Organisationen sowie in komplexen Prozessen mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit.
„Die Nationalparkverwaltung mit ihrem engagierten Team und fundierter Expertise ist die starke und sympathische Anwältin für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Seit 40 Jahren bringt sie erfolgreich Nutzungsinteressen in Einklang mit den Schutzzielen“, schwärmt Franziska Junge über ihren neuen Arbeitsplatz. „Ich bin sehr stolz, den Nationalpark gemeinsam mit dem Kollegium und den vielen engagierten Partnerinnen und Partnern in die Zukunft führen zu dürfen.“
Die Nationalparkverwaltung fungiert als obere und untere Naturschutzbehörde für den Nationalpark und ist der Abteilung „Naturschutz, Meeresschutz und Biodiversität“ im MEKUN zugehörig. Sie bildet einen eigenen Geschäftsbereich im LKN.SH, dessen stellvertretende Direktion künftig auch zu den Aufgaben von Franziska Junge gehören wird. „Gerade aus meinem eigenen beruflichen Werdegang heraus freue ich mich auf die enge Zusammenarbeit mit der Küstenschutz- und der Wasserwirtschaftsverwaltung im Landesbetrieb“, so Junge.
In Tönning arbeiten rund 90 Mitarbeitende in vier Fachbereichen für den Nationalpark: Umweltbeobachtung & Planungsgrundlagen, Schutz & Entwicklungsplanung, Kommunikation & Nationalpark-Partner sowie Bildung, die auch das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum umfasst. „Das Kollegium zeichnet eine hohe Fachkompetenz, viel Herzblut für die Sache und ein phänomenaler Teamspirit aus. Hier wird mehr als nur verwaltet“, lobt Junge ihr neues Team.
Nach einem Blick in die Zukunft in ihrem neuen Arbeitsfeld gefragt, antwortet Franziska Junge: „Nachdem wir im vergangenen Jahr den 40. Geburtstag des Nationalparks und seine bisherigen Erfolge gefeiert haben, stellen wir uns nun den Herausforderungen der nahen und mittelfristigen Zukunft. Wesentliches Schutzziel des Nationalparks ist „Natur Natur sein lassen. Gleichzeitig ist die Wattenmeerregion vielen Menschen Heimat und Arbeitsplatz. Naturschutz und Nutzer müssen mögliche Nutzungskonflikte benennen und gemeinsam Lösungen finden. Auch gilt es globale Herausforderungen wie den Klima- und Biodiversitätswandel zu meistern.“
Das kann nur mithilfe der Partner aus der Region angegangen werden, aber auch mit Verstärkung der überregionalen, (inter)nationalen und wattenmeerweiten Partnerschaften. „Zusammen mit den beiden Schwester-Nationalparken im niedersächsischen und hamburgischen Wattenmeer sind wir ein starkes Trio im Schutz dieses einzigartigen Naturraums, und ich freue mich auf eine intensive und gewinnbringende Zusammenarbeit“, so Junge.
Pressemitteilung