Konstante Nachfrage

St. Peter-Ording setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität

Mit knapp 2,7 Millionen Übernachtungen zählt St. Peter-Ording weiterhin zu den beliebtesten Urlaubsorten an der Nordseeküste. Was die Tourismus-Zentrale 2026 plant.

Ein weißer Sandstrand. Auf ihm im Vordergrund: Strandkörbe mit der Aufschrift SPO sowie im Hintergrund ein Pfahlbaurestaurant

Pfahlbaurestaurant Arche Noah, Strandabschnitt Bad, St. Peter-Ording | Foto: TZ SPO

Mit knapp 2,7 Millionen Übernachtungen zählt St. Peter-Ording weiterhin zu den beliebtesten Urlaubsorten an der Nordseeküste.

Das Jahr 2025 war für St. Peter-Ording in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Ankünften auf 444.427 Gäste – nach 448.615 Gästen im Vorjahr – lagen die Zahlen weiterhin über dem Niveau von 2023 (443.222 Gäste). Besonders stabil entwickelten sich die Übernachtungen mit knapp 2,7 Millionen. Damit zählt St. Peter-Ording weiterhin zu den beliebtesten Urlaubsorten an der Nordseeküste.

Die Nachfrage bleibt konstant hoch, getragen vor allem von Gästen aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Dieses Ranking setzt sich auch mit Blick auf 2026 fort. International erfreut sich St. Peter-Ording insbesondere bei Gästen aus der Schweiz großer Beliebtheit, gefolgt von Österreich und den Niederlanden.

St. Peter-Ording und Eiderstedt werden „Nachhaltiges Reiseziel“

Im Mittelpunkt des touristischen Jahres stand das konsequente Engagement für Nachhaltigkeit und Naturschutz. Ein wichtiger Meilenstein war die Zertifizierung als nachhaltiges Reiseziel durch Tour-Cert. Seit Juni 2025 trägt die Region der Lokalen Tourismusorganisation St. Peter-Ording und Halbinsel Eiderstedt das Siegel „Nachhaltiges Reiseziel“. Die Auszeichnung bestätigt die Erfüllung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards. Lokale Betriebe, die sich nachweislich für eine nachhaltigere Tourismusentwicklung einsetzen und als Botschafter in der Region wirken, werden im Rahmen des Partnernetzwerkes als „Partner Nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet.

„2025 hat gezeigt, dass Stabilität und Weiterentwicklung kein Widerspruch sind“, sagt Katharina Schirmbeck, Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording. „Wir konnten die hohe Attraktivität unseres Ortes sichern und gleichzeitig wichtige Weichen für einen verantwortungsvollen Tourismus stellen. Besonders freut mich, dass unser Engagement für Nachhaltigkeit von Gästen und Partnern gleichermaßen getragen wird.“

Neues Tourismusentwicklungskonzept 2026+ gestartet

Mit Blick auf eine zukunftsorientierte und nachhaltige Ausrichtung des Tourismus hat die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording im vergangenen Jahr den Prozess zur Erarbeitung eines neuen Tourismuskonzepts 2026+ gestartet. Ziel ist es, die touristische Entwicklung der Destination so zu gestalten, dass sie sowohl den Gästen zugutekommt als auch die Interessen der Einheimischen wahrt, die einzigartige Natur schützt und Nachhaltigkeit als zentrales Leitprinzip verankert. In einem transparenten, partizipativen Prozess werden dabei unterschiedliche Akteursgruppen eingebunden, um gemeinsam konkrete Leitlinien und Maßnahmen für eine ausgewogene, qualitativ hochwertige Zukunft des Tourismus in St. Peter-Ording zu definieren.

Das neue Konzept, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) sowie weiteren Partnern erarbeitet wird, soll bis Juni 2026 fertiggestellt sein. Die qualitative Weiterentwicklung des touristischen Angebots steht dabei im Fokus. Nachhaltigkeit, Regionalität und ein noch authentischeres Gästeerlebnis sollen weiter gestärkt werden. Neue Erlebnisformate, zusätzlicher Natur- und Klimaschutz sowie innovative Ansätze für einen zukunftsfähigen Tourismus bilden zentrale Schwerpunkte.

Fokus auf Nachhaltigkeit wird beibehalten

Ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte im Juli erneut das HÆDI-Festival. Rund 30.000 Besucher erlebten auf der Erlebnis-Promenade und dem Seebrückenvorplatz ein vielseitiges Programm, das die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen alltagsnah vermittelte. Im Rahmen des Festivals wurde zudem das 40-jährige Bestehen des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gefeiert. Das HÆDI-Festival wurde im November offiziell mit dem Siegel des Green Events Netzwerks in Hamburg ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wurde das detaillierte Müllmonitoring, das erstmals eine differenzierte Erfassung der Abfallarten ermöglichte und als Grundlage für konkrete Reduktionsziele und Maßnahmen in 2026 dient.

Ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte im Juli erneut das HÆDI-Festival.
Ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte im Juli erneut das HÆDI-Festival. | Foto: TZ SPO
Ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzte im Juli erneut das HÆDI-Festival.

Zu Ehren ist auch das Erlebnis-Hus gekommen. Im September 2025 wurde es mit dem Landespreis für Baukultur Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Gewürdigt wurden die innovative Holz- und Glasbauweise, die nachhaltige Konzeption sowie die Funktion als zentraler Begegnungsort für Einheimische und Gäste.

„Die große Resonanz auf das HÆDI-Festival, die Zertifizierung als „Nachhaltiges Reiseziel“ und die Auszeichnung für das Erlebnis-Hus zeigen, dass wir mit unserem konsequent nachhaltigen Kurs richtig liegen“, sagt Carolin Kühn, Abteilungsleiterin Touristik der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording. „Für 2026 wollen wir diese Ansätze weiter ausbauen und St. Peter-Ording noch stärker als inspirierenden Ort positionieren, an dem Tourismus, Umweltbewusstsein und gesellschaftlicher Dialog selbstverständlich zusammengehören.“

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