Lese-Angebote und vieles mehr

Tönninger Stadtbücherei ist ein lebendiger Ort

Ein kuscheliger Platz auf dem Sofa, ein bequemer Lesesessel oder auch ein Sitzkissen auf dem Fußboden, den Rücken an die warme Heizung gelehnt, viele Plätze laden zum vermehrten Lesen ein. Wem noch entsprechender Lesestoff fehlt, ist mit dem Besuch in der Tönninger Stadtbücherei gut beraten.

Foto: Gieseler

Das Angebot dort ist breit gefächert: Bücher lesen, Filme schauen, Geschichten hören oder einfach mal durch die Gänge stöbern und Geeignetes suchen. Mit Rat und Tat stehen den Besuchern die Büchereileiterin Marion Bohlen (55) und ihre neue Kollegin Nicola Suchel (52) zur Seite. Nicola Suchel, Fachangestellte für Medien und Information, stammt aus dem Saarland und absolvierte ihre Ausbildung in Wangen/Allgäu. Nach mehreren beruflichen Stationen, unter anderem in Saarbrücken und Idar-Oberstein, zog es sie Richtung Norden, da auch ihr Sohn in Hamburg lebt. Seit März arbeitet sie nun in der Tönninger Bücherei und lebt in Vollerwiek.

„Die Tönninger Bücherei ist eine sehr lebendige Bücherei“, sind die beiden sich einig. Rund ums Jahr finden hier ganz unterschiedliche Veranstaltungen statt, und zwar nicht nur für Erwachsene. So wird für Kinder ab fünf Jahren regelmäßig ein Bilderbuchkino mit anschließendem Basteln angeboten. Jeden Dienstag ab 15 Uhr ist Vorlesezeit für Kinder ab vier Jahre. „Ganz neu ist bei uns die Aktion „Kinder lesen für Senioren“, so Marion Bohlen. Hier lesen dann einmal im Monat Kinder der vierten Schulklassen Senioren kurze Geschichten vor.

Marion Bohlen und Nicola Suchel ist es wichtig, dass das Angebot der Tönninger Stadtbücherei stets aktuell ist. Neben Romanen, Ratgebern, Sachbüchern und Kinder- und Jugendliteratur werden stets auch die regionale Zeitung, Zeitschriften und Magazine sowie Hörbücher, CDs und DVDs angeboten, weiter auch Gesellschaftsspiele und Spiele für unterschiedliche Konsolen, wie zum Beispiel Nintendo Switch, aber auch Toniefiguren nebst Tonieboxen gehören zum Sortiment. „Wir planen immer sorgfältig und gehen gern auf die Wünsche unserer großen und kleinen Leser ein“, so Nicola Suchel. Und wenn das Gesuchte mal nicht da ist, kann es gegen eine kleine Gebühr über den Leihverkehr besorgt werden. „So können wir fast alle Ausleihwünsche möglich machen“, bekräftigen die beiden.

Favoriten bei den jungen Lesern ist „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney, dicht gefolgt von den „Drei ??? Kids“. Auch bei den erwachsenen Lesern gibt es natürlich Favoriten. In diesem Jahr wurden die Bücher „Als Großmutter im Regen tanzte (Trude Teige), „Elternabend“ (Sebastian Fitzek) und Dünenleuchten (Tanja Janz) auf häufigsten ausgeliehen.

Befragt danach, was Marion und Bohlen und Nicola Suchel denn selbst so lesen, lächeln beide und finden nicht sofort eine Antwort, denn vieles, was die beiden noch lesen möchten, ist stets in der Ausleihe. Dennoch möchten sie natürlich gerade die Bestseller gerne lesen, damit sie interessierten Lesern darüber Auskunft geben können. Marion Bohlen verrät jedoch, dass sie ein Lieblingsbuch hat, welches sie immer mal wieder hervorholt, um es zu lesen. Es ist „Die Grasharfe“ von Truman Capote und erschien bereits 1951. Vielleicht ein Geheimtipp für Leseratten.

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